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Bildhauerwerkstatt > 2011

Bildhauerwerkstatt bekommt Ehrenpreis der Euroregion Neiße

Als die Nebelschützer Fürsprecher und Organisatoren der 1. Bildhauerwerkstatt in den Steinbrüchen von Miltitz 2006 dieselbe mit über zwanzig Bildhauern aus Sachsen, Polen und Tschechien in die Tat umsetzten, ahnten sie nicht, dass sie sechs Jahre später in Jelenia Gora dafür den Kulturehrenpreis der Euroregion Neiße erhalten würden. Ihr Ausgangspunkt für das Werben um die Zusage für die Werkstatttage waren die über Jahrzehnte gewachsenen vielfältigen Kontakte zu den Partnergemeinden vor allem in Polen und Tschechien.

Schon die erste Werkstatt war ein Erfolg. Gute Kunst hat jedoch ihren Preis, auch ein Bildhauer kann nicht 14 Tage von der Luft leben. Mithilfe der Mitarbeiter der Euroregion Neiße in Zittau gelang es, die Bildhauersymposien in den Folgejahren mit mehr finanzieller Unterstützung auszurichten.

Inzwischen blicken die Gemeinde und die Macher vor Ort auf sechs Werkstätten zurück. Sie können auch die Frage manches Zeitgenossen „Was bringt mir das?“ positiv beantworten. Etwa 90 Bildhauer aus Deutschland, Polen und Tschechien, aber auch aus Holland, Norwegen, England und Benin haben gemeinsam gearbeitet; haben sich mit den Besuchern unterhalten und augenscheinliche Resultate künstlerischer Arbeit in der hiesigen Region hinterlassen. Ihre Skulpturen waren den Menschen als Ausstellungen im Kornmarkt-center, in der Volksbank Bautzen, zweimal in der Sparkasse Kamenz oder nahe dem Schloss Weißig zugänglich. Ein Dutzend Skulpturen stehen seit mehreren Jahren in der Innenstadt von Kamenz. Jeden Ortsteil der Gemeinde Nebelschütz ziert heute mindestens ein Kunstobjekt.

Was die daran Vorbeigehenden denken, kann man aus der Ferne nicht wissen – doch was die vielen Schüler unter Anleitung ihrer Lehrer bei Exkursionen in den Steinbruch erfuhren während der Gespräche mit den Künstlern, wie ihre Fantasie beflügelt wurde, das wissen die Organisatoren der Bildhauerwochen aus den vielen Gesprächen und Führungen ziemlich genau. Auf dem Festakt in Jelenia Gora kleidete der Bischof Stefan Cichy aus Legnica diese Schüler- und Besuchererfahrung in die Worte „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“. Nicht zu vergessen sind die Auftritte von Musikern und Schauspielern aus mehreren Ländern anlässlich der Abschlussveranstaltungen im Steinbruch Miltitz.

Weil die Werkstattmacher von Nebelschütz ihre Freunde aus Hermanice bei Frydland für zwei gemeinsame, grenzüberschreitende Werkstätten gewinnen konnten, war dies für die Preisjury der Euroregion Neiße-Nisa-Nysa der entscheidende Grund, die beiden Gemeinden mit einem Ehrenpreis auszuzeichnen. Es wird für Nebelschütz, den Verein Steinleicht und seine Unterstützer angesichts der derzeit zahlungsklammen öffentlichen Hand nicht leicht sein, das Unternehmen Bildhauerwerkstatt im gewohnten Umfang fortzusetzen, doch der Wille dazu wurde jüngst bekräftigt.

Quelle: Sächsische Zeitung


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