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Bildhauerwerkstatt > 2016

22.Steintreffen der Wandergesellen aus ganz Europa im Steinbruch Miltitz

Vom 06.Juni an trafen sich rund 50 Wandergesellen am 22.Steintreffen im soziokulturellem Zentrum „Am Krabatstein“ nahe der Ortschaft Miltitz für 14 Tage und nahmen dort Quartier, um zu arbeiten und leben. Das für die Oberlausitz bisher einmalige Treffen hatte wiederum seinen Abschluss erleben mit dem 3.Oberlausitzer KunstBUS am 18. und 19.Juni.

Die Zweiundzwanzig steht für die relative Kürze dieser Tradition. Vor Beendigung einer solchen Zusammenkunft wird immer ein dreiköpfiges Team zwecks Organisation des folgenden Treffens gewählt. Dieses Team trägt den eigenwilligen Namen Organisationscombo, nicht Komitee. Im vorigen Jahr erklärten sich Cord Kueddelsmann aus Vierde in der Lüneburger Heide und Konstantin Riedel aus Wolfenbüttel dazu bereit. Der dritte Mann wird erst mit der Nachbereitung des aktuell beendeten Treffens aktiv.

Als Küddelsmann und Riedel im Sommer 2015 ihre Bereitschaft zur Organisation des Folgetreffens erklärten, galt es für sie zunächst, einen geeigneten Ort zu finden.

Wie nicht selten spielte ihnen der Zufall in die Karten. Am Lagerfeuer berichtete jemand vom in der Oberlausitz ansässigen Bildhauerverein Steinleicht bzw. Kamejenjak. Noch im Oktober ward der Kontakt geknüpft und zu Beginn dieses Jahres traf man sich mit dem Vereinsvorsitzenden Ludwig Pickert im Steinbruch vor Ort. Augenblicklich war den Suchenden klar, dass das romantische Umfeld des Steinbruchs für das 22.Steintreffen die ideale Heimstatt sein wird. Und ein Steintreffen in einem vormaligen Granitbruch -. beziehungsreicher konnte die Entscheidung nicht sein. Die vorgenannten Handwerkertreffen verfolgen stets das Ziel, am Veranstaltungsort etwas von bleibendem Wert zu hinterlassen. Im Interesse von Krankenhäusern, Stiftungen, Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen werden deshalb soziale Projekte realisiert. Das ist im Miltitzer Bruch nicht anders. Mit der Kraft und Geschicklichkeit der Teilnehmer am Steintreffen wird neben dem existierenden Mehrzweckgebäude eine massive Sommerküche entstehen, ergänzt von einem Pizzaofen. Damit dürfte die kulturelle Begegnungsstätte am Krabatstein eine deutliche Aufwertung erfahren. Damit nicht genug. Bisher war die Frage der Sicherheit in dem unübersichtlichen Gelände mit den steil abfallenden Wänden der eigentlich zwei Brüche eine heikle Angelegenheit. Deshalb werden insbesondere die Gesellen mit Metallberufen gefordert sein, wenn sie vereinbarungsgemäß einen massiven, dekorativen Zaun im zugänglichen Bereich des Steinbruchs errichten.

Logischerweise kann das Treffen nicht aus dem Stand heraus erfolgen. Konstantin und Cord waren deshalb seit Jahresbeginn des Öfteren in Nebelschütz zugegen. Sie kümmerten sich um Unterkünfte, sprachen Unternehmen aller Art an, um Vorsorge für Baumaterialien und Lebensmittel zu treffen. Sie wandten sich an die Presse, um ihre Veranstaltung publik zu machen. Das Entgegenkommen der Angesprochenen fiel sehr positiv aus. Das Vorauskommando von 6 Wandergesellen, die 14 Tage vor dem Treffen anreisten, konnte unverzüglich mit Planierarbeiten und mit dem Fundamengießen beginnen. Bäcker, Fleischer und Getränkelieferanten erwiesen sich als großzügig.

Das 22.Steintreffen war eine echte Bereicherung für die Wochenendaktion KunstBUS darstellen. Die Oberlausitzer Kunstszene präsentierte sich mit Ausstellungen, Performance und Installationen. Bequem mit dem Bus konnten die Interessenten 5 Kunstorte aufsuchen. Zu denen zählt auch der Steinbruch Miltitz. Die Mitglieder vom Steinleicht e.V. machten die Besucher mit der Geschichte des Bruchs, der bisherigen Bildhauerwerkstätten und mit den derzeit vorhandenen Kunstwerken vertraut.

Quelle: Facebookseite der Gemeinde Nebelschütz


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