:: krabatstein.com :: Soziokulturelles Zentrum im Steinbruch Miltitz am Krabatstein


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Geschichte



  • ca. 1900 wurde der Steinbruch erschlossen
  • handelt sich um Granodiorittagebau als Bestandteil des nördlichen Verbreitungsgebietes des Westlausitzer Granodiorits
  • das Gestein wird durchzogen von 1 Meter starken Doloritgängen, es neigt zur Rostbildung, es ist mittel- bis grobkörnig und heller sowie kontrastreicher als der Oberlausitzer Granit
  • der Bruch wurde als Kesselbruch angelegt und von oben nach unten abgebaut
  • es existierte eine Kabelkrananlage, die ca. 1970 als unzureichend eingestuft wurde, doch eine andere Technologie wurde nicht mehr zwecks Abbau installiert
  • ein geologisches Gutachten, auch ca. 1970, sprach von geologischen Gesamtvorräten von etwa 900 000 t, von denen 500 000 t noch als abbauwürdig angesehen wurden; d. h. in der Tiefe waren noch 70 % der Vorräte unerschlossen
  • der Steinbruch umfasste insgesamt zwei Tagebaue, Werkstätten, Lagerräume, Verarbeitungsanlagen, Aufenthaltsräume, eine Verladerampe und Toiletten
  • in 2006 haben ABM-Kräfte z. T. Abrissarbeiten vorgenommen, die alten Versorgungsleitungen mühsam erkundet (Abwasser, Zuwasser, Strom) und diese vorteilhafterweise wieder der Nutzung zugeführt
  • diese Arbeitskräfte haben aus den alten Baulichkeiten dem Pächter Tauchverein Freiberg eine Behausung um- und ausgebaut sowie vor allem das Hauptgebäude für die kulturelle Nutzung seitens der Gemeinde völlig saniert. Es entstanden ein großer und ein kleiner Aufenthaltsraum sowie eine Toilette/Waschraum (Küche wird 2007 angebaut)
  • vermittels Reihenbohrungen wurden einst Rohblöcke ausgesprengt, per Kabelkrananlage diese aus dem Bruch gehoben und dann per Feldbahn zu den Arbeitsplätzen der sog. Schläger transportiert. Diese fabrizierten Borde, andere Blöcke wurden „veredelt“ (Sägen, Bohren, Fräsen) zu den Werksteinerzeugnissen
  • am 30.06.2000 wurde der Abbau eingestellt
  • Gemeinde Nebelschütz erwarb 2001 den Steinbruch, es wird ein Kulturzentrum entstehen: Klein- und Großensemble für Freiluftveranstaltungen, Mischobstwiesen, Kräutergarten, verstetigte Bildhauerwerkstatt




Bisher mit Unterlagen belegt waren folgende Besitzer:

  • vor 1957 Firma Carsten Claussen, Hoyerwerda
  • ab 01.01.1957 Firma Granitwerke Opitz u. Sohn, Bischofswerda
  • 01.12.1988 VEB Lausitzer Granit Demitz-Thumitz
  • danach Haniel-Granitwerke 05.01.1994 Boral Granit
  • 08.12.2000 Kamenzer Granitwerke, Inhaber R. Ziesche
  • ab 2001 Gemeinde Nebelschütz



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