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Projekt

Bildhauerwerkstatt > 2012

7. internationale Bildhauerwerkstatt "steinleicht"
20.08.2012 - 02.09.2012


Helga Wosky aus Lomske aus Königswartha staunte über die Vielfalt an Skulpturen. „Unglaublich, mit welcher Liebe die Künstler hier zu Werke gehen. Mit welchem Elan, mit welcher Begeisterung und Ausdauer. Sie erklären auch gut“, meinte die Besucherin der 7. Internationalen Bildhauerwerkstatt im Miltitzer Steinbruch Am Krabatstein. Sonntag ist sie mit der Finissage zu Ende gegangen. Insgesamt zwölf Bildhauer vereinte die Werkstatt in Regie des Vereins Steinleicht vom 20. August bis 2. September. Sie kamen aus Görlitz, Dresden, Leipzig, Berlin, Kassel, Celle, Mönchengladbach, Baden-Baden und aus dem niederländischen Nijmegen. Sie arbeiten mit Lausitzer Granit, Eichen- und Lindenholz, Sandstein sowie Stahlblech.

Vereinsvorsitzender Ludwig Pickert: „Das Potential und die Qualität der Künstler waren im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Das zeigt sich in der handwerklichen Umsetzung der Arbeiten und im Endresultat. Sein Fazit: Jeder Künstler konnte sich frei, ungezwungen und kreativ entfalten. Ohne Stress und Leistungsdruck. So entstand viel Inspiration. „Wichtig war uns, dass die Künstler tatsächlich diesen Ort annehmen, dass sie hier innerlich ankommen“, sagte er.

Die Werkstatt fand reges Besucherinteresse. Der Hort der Sorbischen Grundschule Bautzen war mit 35 Kindern hier und der Kindergarten „Langes Gässchen“ Kamenz mit mehr als 15 Mädchen und Jungen. „Sie waren sehr offen und interessiert. Mit Erde, Kies und Holz aus dem Steinbruch haben sie hier gearbeitet. Sie sind kreativ geworden“, freute sich Malerin und Bildhauerin Michelle Nze aus Berlin. Nach 2007 und 2008 nahm sie zum dritten Mal an der Bildhauerwerkstatt in Miltitz teil. Gern leitete sie die Kinder bei deren Besuch mit an.

Weitere Gäste kamen aus Elstra, Bautzen, Hoyerswerda, Wilthen und noch weiter entfernten anderen Orten – auch zur gut besuchten Finissage am Sonntag, auf der sich die Künstler gern präsentierten. „Dieser Steinbruch inspiriert meine Schaffenskraft. Er inspiriert meinen Geist. Ganz wichtig ist die gute Harmonie zwischen den Künstlern“, sagt die Berlinerin Nze, die ursprünglich aus dem afrikanischen Gabun stammt. Ihre „Mutter Erde“ bleibt wie die anderen Werke bleibt zunächst vor Ort. Der Verein Steinleicht will eine Ausstellung organisieren. Ort und Zeitraum, so Ludwig Pickert, stehen noch nicht fest.

Dankbar war der Verein für die vielen ehrenamtlichen Kräfte. Dazu gehörte Koch Wieland Schild. Der Bauhof der Gemeinde Nebelschütz unterstützte unkompliziert mit Gerät und Technik. Auch der Kulturraum, die Ewag Kamenz, der Verein Idol sowie viele kleine Sponsoren sicherten die Bildhauertage mit ab. Hinzu kamen viele Eigen-leistungen des Vereins. „Die Qualität der Werkstatt ist gestiegen“, so Pickert. Das liege auch an der europaweiten Ausschreibung. Und das liege an der Kontinuität des Vorhaben. Die Bildhauertage, so sagte er, sollen nächstes Jahr internationaler werden. Man darf gespannt sein.


Quelle: Sächsische Zeitung


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