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Projekt

Bildhauerwerkstatt > 2014

9. Internationale Bildhauerwerkstatt "steinleicht"
18.08.2014 - 31.08.2014

Kunst: gesägt und poliert. Faszinierende Ideen werden in Miltitz plastisch umgesetzt.

Im Miltitzer Steinbruch „Am Krabatstein“ kreischen die Sägen und Schleifmaschinen, es wummern die Hämmer. Die 9. Internationale Bildhauerwerkstatt, organisiert vom Verein Steinleicht/Kamjenjak e.V., vereint in diesem Jahr Künstler aus Bulgarien, Russland, Weißrussland, der Ukraine, aus Montenegro, Österreich, Deutschland und der Lausitz. Sie ist so international wie noch nie zuvor. Erneut dabei sind Thomas Birke aus Dresden, Robert Schmidt aus Görlitz sowie Jadwiga Delenk und Gabriel Zschornak aus Nebelschütz. „Ich habe mich erst hier vor Ort entschieden, wieder mitzumachen“, sagt Jadwiga Delenk. In diesem Jahr soll ein Relief in Holz entstehen.

Gabriel Zschornak arbeitet an einem Holzsitzmöbel. Thomas Birke hat sich einen Stein ausgewählt, der mehrere Jahre am Wegesrand lag. „Das Motiv, welches ich aus dem Granit herausarbeite, war lange klar. Nun habe ich die Muse, es herauszuarbeiten.“ Robert Schmidt hat sich in die Arbeit mit Stein vertieft. Noch schlummert die Figur im Material. „Solch ein Granitblock will bezwungen werden“, sagt er. Wie bereits vor einem Jahr, wird erst am Sonntag deutlich, was er aus dem harten Material hervorkitzelt. Katharina Mörth hat sich ein gewaltiges Stück Eiche, einen Zwiesel ausgesucht, an dem sie mit vehementer Ausdauer sägt. „Obwohl ich vor Beginn meiner Arbeit eine Idee habe, entsteht mein Werk erst mit der Arbeit am Material. Es wächst sozusagen aus ihm heraus“, sagt die in Wien lebende Münchnerin. Roland Höft hat mit einer Kettensäge ein knapp zwei Tonnen schweres Stück Granit beschnitten. Sein Kunstwerk lädt ein, sich die Welt um den Steinbruchs mit den Augen des Künstlers durch polierten Granit zu betrachten. „Somit wird der Betrachter selbst Teil meiner Arbeit“, sagt der Bildhauer aus Lemgo.

Rumen Dimitrov aus dem bulgarischen Veliko Tarnovo hat seine eigene kleine Ausstellung. Neben dem eigentlichen Werk, einer schlanken, in den Himmel weisenden Bibliothek aus Granit, fasziniert er mit seiner schnellen Arbeitsweise an weiteren Skulpturen. Luka Radojevic aus Montenegro arbeitet mit Holz. Stück für Stück erschließt sich ihm die Welt seiner Skulptur – ein weiblicher Torso im klassischen Stil. Der Engel der Weißrussin Eugenia Usimova scheint über den Steinbruch zu schweben. Sie verwendet Schrott in unterschiedlichster Formen. Mihail Levchenko aus der Ukraine schafft mit Stahl. „Meine Arbeit verdeutlicht mein inneres Fühlen“, sagt er. Und Gleb Tkachenko aus Russland braucht ein selbst gefertigtes Werkzeug, um silberne Metallstränge miteinander zu filigranen Formen und Tieren zu verweben.

Quelle: Milenka Retschke / Serbske Nowiny


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