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Projekt

Bildhauerwerkstatt > 2009

4. internationale Bildhauerwerkstatt "Rübezahl trifft Krabat"
24.08.2009 - 06.09.2009

Böhmischer Basalt ist härter als Lausitzer Granit. Diese Erfahrung musste der Nebelschützer Bürgermeister Thomas Zschornak vor wenigen Tagen machen, als er mit seinem Amtskollegen aus Hermanice bei Friedland, Vladimir Stribrny, statt mit Sektgläsern mit zwei regionaltypischen Steinen anstieß: Das Prachtstück aus den Steinbrüchen der Westlausitz brach dabei prompt in zwei Hälften.

Dies konnte der neu begründeten Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden jedoch keinen Abbruch tun. „Wir hatten erfahren, dass die Hermanicer, ebenso wie wir, alljährlich eine Bildhauerwerkstatt veranstalten und überlegten uns, ob wir nicht zusammenarbeiten könnten“, erzählt Thomas Zschornak. Da die Nebelschützer bereits über reichhaltige Erfahrungen mit Gemeindepartnerschaften – so zum Beispiel mit Namyslow in Polen und Ladanybene in Ungarn – verfügen, fiel es ihnen nicht schwer, freundschaftliche Kontakte mit Hermanice anzubahnen. Und so beteiligt sich eine Delegation von Künstlern aus dem westböhmischen Gebirgsort an der diesjährigen (der mittlerweile bereits fünften) Bildhauerwerkstatt auf dem Gelände des Steinbruches „Am Krabatstein“ unweit des Nebelschützer Ortsteils Miltitz. Mitgebracht haben sie einige der typischen Basalt“pfeifen“, wie sie beispielsweise auch den Stolpener Burgberg prägen. „Künstlerisch bearbeiten lässt sich dieses Material allerdings nicht“, erklärt der Organisator der Werkstatt, Helmut Schippel: „Dafür ist es zu spröde.“ Stattdessen soll der Basalt die Gesteinsvielfalt auf dem Steinbruchgelände bereichern. Auf künstlerische Arbeiten ihrer tschechischen Gäste brauchen die Nebelschützer dennoch nicht zu verzichten, und auch kulturell wollen die Hermanicer für manches Highlight sorgen – nicht umsonst lautete das Motto der 4. Bildhauerwerkstatt „Rübezahl trifft Krabat.“

Die Aktivitäten beschränken sich in diesem Jahr jedoch nicht nur auf das Steinbruchgelände: In einem „LandArt“ (Landschaftskunst)-Projekt soll der Anfang für eine künstlerisch gestaltete Verbindung zwischen dem Naturdenkmal „Miltitzer Frosch“ (einem froschähnlichen Granitmonolith) und dem Ort Nebelschütz geschaffen werden. Dafür konnte das Organisationsteam um Johannes Heimrath mit Anne Delfieu und Wolfgang Richter zwei international anerkannte Künstler gewinnen. „Die LandArt ist in die natürlichen Prozesse des Werdens und Vergehens eingebunden“, erläutert Anne Delfieu. „Sie nimmt einen Dialog mit elementaren Vorgängen wie Bewegungen von Wasser, Strömung, Wind und Licht auf“, ergänzt Wolfgang Richter. Was dabei herauskommt, konnte man spätestens am 6. September, dem letzten Tag der 4. Werkstatt, sehen.

Quelle: alleslausitz.de



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