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Projekt

Bildhauerwerkstatt > 2010

5. internationale Bildhauerwerkstatt "steinleicht"
23.08.2010 - 05.09.2010

Rau und hart fühlt sich Lausitzer Granit an. „Er weist eine besondere Körnigkeit auf. Die Bearbeitung erfordert viel Kraft, viel Geduld“, meint Markus Herold, Gründungsmitglied des Vereins „Steinleicht“. Lausitzer Granit, Holz oder Metall sollen die Künstler bei den 5. Internationalen Bildhauertagen am Miltitzer Steinbruch vom 23. August bis 5. September verarbeiten. Erstmals organisieren der Verein und die Gemeinde Nebelschütz die Werkstatt gemeinsam. „Steinleicht“–- so wie der Verein – heißt das Motto in diesem Jahr.

Zwölf Künstler aus Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich wirken mit, sorbische Künstler inbegriffen. Ursprünglich waren 20 Teilnehmer vorgesehen. Die Gemeinde beantragte Fördermittel. „Doch von der Euroregion Neiße und vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien kamen Absagen“, so Gemeinderat Lukaš Delenk. „Wir mussten umdenken. Die diesjährigen Bildhauertage sind eine Nummer kleiner. “ Durch Spenden, Sponsoren und Vereinsmittel erfolgt die Finanzierung.

Das Motto „Steinleicht“ eröffnet viel Kreativität. Jeder Künstler kann es frei interpretieren. Zum fachlichen Austausch sollen die Bildhauertage inspirieren. „Dieser Ort inspiriert und sensibilisiert Künstler“, unterstreicht Ludwig Pickert, Gründungsmitglied des Vereins „Steinleicht“. Zusammen mit Markus Herold schuf er hier selbst aufwendig eine Metall-Statue. Beide hoffen auf vielfältige Begegnungen, auf Interesse der Kultureinrichtungen, der Netzwerke und der Kunsthochschulen.


„Langfristig geht es um den weiteren Ausbau der Bildhauertage“, nennt Markus Herold wichtige Ziele. „Erweitern wollen wir die Öffentlichkeitsarbeit mit den Gemeinden. Verbessern soll sich langfristig auch die technische Ausstattung am Steinbruch.“ Zum Nachdenken über Identität will der Verein bewegen. Er will Einwohner und ehemalige Steinbruch-Arbeiter einbinden. Denn viele verfügen noch über Dokumente, Fotos, Werkzeuge und vor allem Fachwissen und Erinnerungen. „All dies gilt es aufzuarbeiten. Das lässt sich gerade an diesem Ort gut manifestieren“, ist Markus Herold überzeugt.


Quelle: Sächsische Zeitung


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