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Projekt

Bildhauerwerkstatt > 2008

3. Internationale Bildhauerwerkstatt 2008 "Schnittpunkt"
26.08.2008 - 07.09.2008


Keine Welle kräuselt das Wasser im Miltitzer Steinbruch. Die Blätter der Birken auf dem nackten Felsen wehen sanft im Wind. Doch ruhig ruht der See keinesfalls. Das Kreischen von Steinsägen zerreißt die Stille. Hämmer pinkern auf Meißel und brechen Stücken aus dem Granit.

Die Gabunerin Michelle Nze beispielsweise arbeitet an einem Schutzgeist für die Region, die Familie und den Steinbruch. Die 34-jährige in Berlin lebende Künstlerin ist zum zweiten Mal beim Künstlersymposium dabei. „Der Steinbruch hat schon beim ersten Mal eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt“, erklärt die junge Frau. Der See, die Steine und die Natur erzeugen eine ganz eigene Spiritualität und eine positive Energie, die sie unbedingt nutzen wolle. Ihre Skulptur kombiniert Holz und Metall, außerdem arbeitet Michelle Nze mit Farbe. Und obwohl Pappel ein leichtes Holz ist, braucht sie Hilfe, um den etwa 1,5 Meter hohen zum Teil noch unbearbeiteten Holzklotz zu bewegen.

Hobbykünstler Aloysius Scholze aus Säuritz ist gern bereit der charmanten Dunkelhäutigen zu helfen. Er arbeitet im Zelt direkt neben ihr. Nach einer guten Woche Arbeit ist Reisenberg, der schwarze Müller für den Krabat gearbeitet hat, im Pappelholz schon gut sichtbar. Mit der Kettensäge hat der 46-jährige selbstständige Zimmermann die grobe Struktur geschaffen, mit Holzbeitel und Stemmeisen werden nun die feinen Konturen herausgearbeitet. „Mich fasziniert das plastische Gestalten“, erklärt der Sorbe. Außerdem könne man bei diesem Workshop neue Kontakte knüpfen und von Tschechen und Polen etwas Lernen.

So vielfältig wie die verwendeten Materialien sei auch die Umsetzung. „Wir haben gegenständliche und abstrakte Künstler hier“, so der Künstlerische Leiter . Seine Aufgabe besteht auch in diesem Jahr hauptsächlich darin, für die Künstler optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Es müssen Werkzeuge wie Winkelschleifer, Bohrhämmer, Spezialschneitblätter für den harten Granit, Kompressoren und viele andere Utensilien beschafft werden. „Granit ist ein sehr harter Stein und entsprechend aufwändig ist seine Bearbeitung“, sagt Peter Manhal. Selbstverständlich hofft er, auch noch ein eigenes Projekt umsetzen zu können.

Sehr eindrucksvoll zeigt dies der in Norwegen lebende Holländer Jordy Smits. Der 33-jährige hat das große schwere Werkzeug in den Händen und ringt dem Stein seine Ideen ab. „Es braucht eine Menge Zeit mit dem Granit zu arbeiten“, so der junge Mann auf Englisch. Eigentlich improvisiert er gern mit Bronze, Metall oder Holz. Hier im Steinbruch arbeitet es sich ganz anderes als er es bisher gewohnt war. Aber die Atmosphäre und die Diskussionen über Technik und Kunst mit den anderen Teilnehmern machen ihm Spaß.

Quelle: alleslausitz.de


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